Ein Teil des Wasserverlusts ist normale Verdunstung: An der Costa Blanca verliert ein Becken im Sommer einige Millimeter pro Tag, ohne dass etwas defekt ist. Erst wenn der Verlust deutlich darüber liegt, Richtung einen Zentimeter am Tag oder mehr, ist Ihr Schwimmbad undicht.
Den Unterschied stellen Sie selbst mit dem Eimertest fest. Danach verrät der Wasserstand meist schon, wo das Problem sitzt: Sinkt er auch bei ausgeschalteter Pumpe weiter, verliert die Schale selbst Wasser, und bleibt er auf fester Höhe stehen, sitzt das Leck genau dort.
Für eine Reparatur, die hält, gilt diese Reihenfolge: erst messen, wie viel Wasser tatsächlich verschwindet, dann klären, ob der Verlust im Becken oder in den Leitungen liegt, und erst danach reparieren.
Wie viel Verdunstung hier normal ist
Sonne, Wärme und vor allem Wind lassen hier viel Wasser verdunsten. Im Sommer verliert ein Becken ohne jeden Mangel einige Millimeter pro Tag, und kräftiger Wind, warmes Wasser, niedrige Luftfeuchtigkeit sowie ein Becken ohne Abdeckung steigern das noch.
Rechnen Sie Millimeter über die Wasserfläche in Liter um: Ein Millimeter Absenkung ist ein Liter je Quadratmeter. Ein Becken von 8 mal 4 Metern hat 32 Quadratmeter Wasserfläche, also sind 3 Millimeter am Tag knapp 100 Liter. Eine Abdeckung hält den größten Teil davon zurück und ist zugleich eine Probe: Sinkt der Pegel unter der Plane trotzdem schnell, ist Verdunstung nicht die Erklärung.
Der Eimertest, Schritt für Schritt
Stellen Sie einen Eimer auf die zweite Stufe der Treppe, füllen Sie ihn zu zwei Dritteln mit Beckenwasser und markieren Sie mit wasserfestem Stift zwei Linien: den Stand innen im Eimer und den Beckenpegel außen.
Lassen Sie alles 24 bis 48 Stunden stehen und ändern Sie nichts: kein Nachfüllen, kein Baden, keine Rückspülung, bei Regen fangen Sie neu an. Sinken beide gleich weit, war es nur Verdunstung; ist das Becken weiter gesunken als der Eimer, haben Sie ein Leck. Wiederholen Sie den Test einmal mit ausgeschalteter und einmal mit laufender Pumpe. Das genaue Orten des Lecks beschreiben wir gesondert.
Schwimmbad undicht: Wo das Leck meistens sitzt
Ganz oben steht die Abdichtung an der Beleuchtung, vor allem die Kabeldurchführung: Der Pegel fällt bis knapp unter die Lampe und bleibt dort stehen. Danach der Skimmer, meist nicht der Kasten, sondern seine Verbindung zur Schale, erkennbar an einem Pegel dicht unter der Skimmeröffnung. An dritter Stelle die Einlaufdüsen und ihre Durchführungen, bei denen der Verlust vor allem bei laufender Pumpe auftritt.
Danach folgen erdverlegte Durchführungen und Leitungen, sichtbar als feuchte oder auffallend grüne Stellen im Garten. Weiter unten stehen Fugen und loses Mosaik, mit hohlem Klang beim Abklopfen, sowie Risse in der Schale, oft haarfein und mit einem Pegel auf Risshöhe. Beim Liner sind es Nähte und Schweißnähte. Zuletzt der Übergang zwischen Boden und Wand: Diese Kehle nimmt die meiste Spannung auf und reißt zuerst.
Verliert das Becken oder verlieren die Leitungen?
Verlieren Sie nur Wasser, während die Pumpe läuft, steht das Leck unter Druck und liegt fast immer in der Druckleitung oder an den Einlaufdüsen. Verlieren Sie Wasser bei ausgeschalteter Pumpe, entleert sich das Becken über die Saugseite, also Skimmerleitung oder Bodenablauf. Sinkt der Pegel in beiden Fällen gleich schnell, liegt der Verlust in der Schale selbst.
Achten Sie auch darauf, wo das Sinken aufhört: Wasser bleibt auf Höhe des Lecks stehen. Knapp unter der Lampe deutet auf die Lampennische, unter dem Skimmer auf dessen Anschluss, und ein Ablaufen bis zum Boden auf einen tiefen Punkt der Schale.
Warum Aufschieben teuer wird
Ein Leck verliert nicht nur Wasser, es verlagert auch Erdreich. Das austretende Wasser spült Sand und Boden unter und hinter der Schale weg, und diese Hohlräume bemerken Sie erst, wenn die Terrasse absackt oder nasse Stellen im Garten auftauchen. Bei Beton kommt die Korrosion der Bewehrung hinzu: Rostender Stahl dehnt sich aus und drückt den Beton auf, und Leitungen leiden unter dauerhafter Feuchtigkeit.
Zudem läuft täglich Geld weg. Bei jedem Nachfüllen zahlen Sie erneut die Chemie zum Ausgleich der Werte und, bei beheiztem Becken, erneut das Aufheizen von kaltem Leitungswasser. Wer das Becken zwischenzeitlich leer stehen lässt, riskiert außerdem Auftrieb: Bei hohem Grundwasserstand kann ein leeres Becken nach oben gedrückt werden.
Punktuelles Abdichten und Neuverfugen halten selten
Der häufigste Fehler ist das punktuelle Zuschmieren: Dichtmasse in eine Fuge, ein aufgestemmter und verfüllter Riss, ein Dichtmittel im Wasser oder ein komplett neu verfugtes Becken. Das Leck ist eine Weile verschwunden und kommt Wochen oder Monate später ein paar Meter weiter zurück.
Das liegt daran, dass die Ursache selten an einer Stelle sitzt. Ein gefliestes Becken hat Hunderte Meter Fuge, und diese Fugen sind die Optik, nicht die Abdichtung. Arbeitet die Schale durch Temperaturunterschiede, Druck von außen oder leichte Setzung, verlagert sich die Bewegung zur nächsten Schwachstelle, sobald Sie eine schließen. Sie dichten kein Leck ab, Sie verschieben es.
Die Lösung, die die Ursache beseitigt
Liegt der Verlust in der Schale, ist das Entfernen sämtlicher Nähte der einzige strukturelle Weg, mit einer fugenlos gespritzten Polyurea-Membran: keine Fugen, keine Überlappungen, keine Schweißnähte. Die Membran bleibt elastisch und überbrückt Bewegungen im Untergrund.
Der Aufbau: zuerst alte Schichten, Risse und Unebenheiten instand setzen, wo nötig mit einer Ausgleichsschicht aus zementgebundenem Mörtel, etwa 15 Kilo je Quadratmeter für eine Schicht von einem Zentimeter. Danach eine Haftgrundierung für dauerhafte Unterwasserbelastung in zwei Lagen, zusammen etwa 500 Gramm je Quadratmeter, die zugleich als Dampfsperre wirkt. Darauf die gespritzte Membran, etwa 2 Kilo je Quadratmeter in einer durchgehenden Lage, Enddicke mindestens 2 Millimeter. Zum Abschluss eine UV- und Verschleißschicht für Schwimmbäder, in zwei Lagen mit der Rolle, zusammen etwa 400 Gramm je Quadratmeter.
Eine komplette Renovierung dauert im Schnitt 5 bis 10 Arbeitstage; das Spritzen selbst ist die Arbeit eines Tages. Nach sieben Tagen darf befüllt werden. Auf Dichtigkeit und Haftung gelten zehn Jahre Garantie. Die erwartete Lebensdauer liegt bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Jahren, was jedoch eine Erwartung und kein Versprechen ist.
Wann eine Beschichtung nicht die Antwort ist
Eine Beschichtung dichtet die Innenseite der Schale ab, mehr nicht. Sitzt das Leck in Leitungen außerhalb der Schale, im Erdreich oder im Technikraum, ändert Beschichten daran nichts.
Warten ist auch klüger, solange eine Konstruktion noch setzt, ebenso bei Dehnfugen, die nicht als solche behandelt werden. Dasselbe gilt bei Wasserdruck von außen: Drückt hohes Grundwasser gegen die Schale, muss das zuerst gelöst werden. Und manchmal ist die Schale am Ende: eine versagende Konstruktion, eine gerissene Fertigschale aus Polyester oder ein Aufstellbecken mit dünner Wand verlangen Reparatur oder Ersatz.
In Ruhe am Anfang beginnen
Wasserverlust fühlt sich dringend an, verlangt aber fast nie ein Handeln noch am selben Tag. Messen Sie zuerst einige Tage, wie viel Wasser tatsächlich verschwindet, machen Sie den Eimertest und notieren Sie, ob sich der Pegel bei laufender und bei ausgeschalteter Pumpe unterschiedlich verhält.
Wenn wir mitschauen sollen, senden Sie uns einige Fotos vom Becken, vom Skimmer und von der Höhe, auf der der Pegel stehen bleibt. Wir beurteilen die Lage vor Ort oder anhand dieser Fotos und senden innerhalb von 24 Stunden ein Angebot.
Bereit für eine wasserdichte Lösung?
Fordern Sie unverbindlich ein maßgeschneidertes Angebot an. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Kostenloses Angebot anfordern