Zurück zur Wissensdatenbank

Ist Polyurea zum Abdichten eines Flachdachs geeignet?

Vom Team von SealCraft Iberia · Aktualisiert 25. August 2026

Ja, Polyurea ist eine der besten Lösungen, um ein Flachdach abzudichten. Die Beschichtung wird fugenlos über das gesamte Dach aufgetragen, auch um Dachdurchführungen, Aufkantungen und Ecken, genau die Stellen, an denen Undichtigkeiten meist beginnen.

Da Polyurea vollständig am Untergrund haftet und keine losen Nähte oder Überlappungen hat, kann nirgends Wasser eindringen. Die Schicht ist zudem elastisch und nimmt die Ausdehnung und Schrumpfung des Dachs durch Temperaturwechsel mühelos auf.

Polyurea eignet sich sowohl für die Sanierung bestehender Dächer als auch für Neubauten und kann nach guter Vorbereitung oft über die vorhandene Dachabdichtung aufgetragen werden.

Der Aufbau auf einem Dach ist festgelegt. Zuerst eine zum Untergrund passende Grundierung, denn Beton, Fliesen, Bitumen, Holz oder eine vorhandene ausgehärtete Beschichtung verlangen jeweils eine andere Grundierung und einen anderen Verbrauch. Darauf kommt die gespritzte Membran, auf einem Flachdach etwa 2,5 Kilo pro Quadratmeter.

Eine UV-Deckschicht ist auf dem Dach immer nötig, auch wenn Sie es nie betreten. Alte Bahnen aus EPDM oder PVC und Kiesschüttungen müssen vorher vollständig herunter.

Was unter der Beschichtung passieren muss

Die Schicht selbst ist nur die halbe Geschichte. Was darunter liegt, entscheidet, ob sie zwanzig Jahre hält oder nach zwei Jahren abplatzt. Jeder Untergrund verlangt seine eigene Vorbehandlung.

Beton und Mörtel werden mechanisch aufgeraut und staubfrei gemacht, danach kommt eine Epoxid-Haftgrundierung darauf. Auf vorhandene Fliesen oder Naturstein kommt eine andere Epoxid-Grundierung, weil eine glatte Oberfläche weniger Halt bietet.

Liegt auf dem Dach noch Bitumen, das fest haftet und trocken ist, kann die Beschichtung mit einer Haftgrundierung auf Wasserbasis direkt darüber. Das spart Abbruch, Entsorgungskosten und Arbeitstage. Lose, blasige oder feuchte Bereiche müssen allerdings herunter.

Kies muss immer vollständig weg, ebenso alte EPDM- oder PVC-Bahnen. Die liegen lose auf dem Dach und sind nicht damit verbunden, es gibt also nichts, worauf gehaftet werden könnte.

Nähte sind die Schwachstelle, und hier gibt es keine

Sehen Sie sich ein undichtes Dach an und Sie landen fast nie in der Mitte einer Fläche. Es beginnt am Anschluss an eine Attika, an einer Dachdurchführung, um einen Schornstein, an einem Regenwasserablauf oder dort, wo zwei Bahnen überlappen.

Bei Bahnen ist jeder Anschluss Handarbeit und damit eine mögliche Schwachstelle. Eine gespritzte Schicht hat diese Anschlüsse nicht: Sie läuft in einer Bewegung über die Fläche, die Attika hinauf und um die Durchführung herum.

Beim Aufmaß schauen wir deshalb vor allem auf die Details. Wie viele laufende Meter Dachrand und Attika vorhanden sind, wie viele Durchführungen im Dach sitzen und wie die Abläufe ausgebildet sind, bestimmt die Arbeit oft stärker als die Quadratmeterzahl.

Feuchtigkeit in der Konstruktion, da geht es wirklich schief

Der größte Fehler bei einer Dachsanierung ist eine wasserdichte Schicht auf einer noch feuchten Konstruktion. Die Feuchtigkeit kann dann nicht mehr entweichen und baut Dampfdruck auf, sobald die Sonne darauf steht. Die Folge sind Blasen unter der Beschichtung.

Deshalb messen wir vorab den Feuchtegehalt des Untergrunds und prüfen nicht nur, ob er sich trocken anfühlt. Ist die Dämmung unter dem Dach durchnässt, hilft keine Beschichtung: Diese Dämmung muss zuerst heraus.

Aus demselben Grund begutachten wir ein Dach lieber nicht am Tag nach einem Regen. Ein Dach, das trocken aussieht, kann weiter unten in einem ganz anderen Zustand sein.

Gefälle und Entwässerung entscheiden, wie lange es schön bleibt

Eine Beschichtung macht ein Dach dicht, aber sie behebt kein falsches Gefälle. Steht nach einem Regen eine Pfütze, steht sie auch nach der Sanierung noch da.

Stehendes Wasser ist für die Abdichtung kein Problem, zieht aber Schmutz und Algen an und hinterlässt Ränder. Bei einem Dach, auf das Sie aus einem Fenster blicken, sollte man das vorher besprechen.

Wo das Gefälle wirklich zu gering ist, kann vor dem Spritzen eine Ausgleichsschicht aufgebracht werden, die das Gefälle wiederherstellt. Das ist zusätzliche Arbeit und gehört daher ins Angebot und nicht in eine Nachforderung.

Geht das auch auf einem Steildach

Ja. Die Schicht wird gespritzt und härtet in wenigen Minuten aus, sie läuft also am Gefälle nicht ab. Wir haben Steildächer bearbeitet, bei denen die alten Bitumenschindeln teilweise weggeweht waren.

Das Erscheinungsbild ändert sich allerdings. Wo vorher eine Struktur aus Schindeln oder Ziegeln lag, entsteht eine glatte, gleichmäßige Schicht in der Farbe Ihrer Wahl. Für das eine Haus ist genau das gewollt, für das andere nicht. Fragen Sie deshalb immer nach Fotos früherer Arbeiten, bevor Sie entscheiden.

Auf einem Steildach fällt die Zugänglichkeit stärker ins Gewicht. Gerüst oder Hubarbeitsbühne und die Gebäudehöhe machen dann einen großen Teil des Preises aus, und das gehört als eigene Position ins Angebot.

Wie lange es dauert und wann es möglich ist

Ein durchschnittliches Flachdach ist in wenigen Tagen fertig, wovon das Spritzen selbst oft nur einen Tag kostet. Die meiste Arbeit steckt in der Vorbereitung: reinigen, aufrauen, abkleben, reparieren und grundieren.

Die Schicht ist innerhalb weniger Minuten regenfest, ein unerwarteter Schauer am Ende des Tages ist also kein Drama. Die UV-Deckschicht braucht danach länger, um vollständig auszuhärten.

An der Costa Blanca kann einen großen Teil des Jahres gearbeitet werden. Was die Arbeit stoppt, ist nicht die Kälte, sondern die Feuchtigkeit: Tau am frühen Morgen, ein feuchter Untergrund oder hohe Luftfeuchtigkeit. Im Sommer wird deshalb oft früh begonnen und in der Mittagshitze pausiert.

Was Sie sonst noch davon haben

Eine helle Farbe auf dem Dach reflektiert einen großen Teil der Sonneneinstrahlung. In einem spanischen Sommer macht das einen spürbaren Unterschied bei der Temperatur des Raums darunter und damit bei dem, was Ihre Klimaanlage leisten muss.

Das Gewicht ist gering im Vergleich zu einer neuen Schicht Beton oder Fliesen, die Konstruktion bekommt also kaum etwas dazu. Und weil nicht geflämmt wird, gibt es während der Arbeit keine offene Flamme auf Ihrem Dach.

Die erwartete Lebensdauer des Systems liegt bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Jahren, je nach Untergrund, Pflege und Belastung. Auf die Dichtheit geben wir zehn Jahre Garantie.

Bereit für eine wasserdichte Lösung?

Fordern Sie unverbindlich ein maßgeschneidertes Angebot an. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.

Kostenloses Angebot anfordern